Willkommen in Ahrensfelde
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Mit „Blaulicht” ins Konzert!

0179/3280287 0179-3280287 01793280287
Band Crazy Bluelights
Hendrik Berner
Telefon:01 79/3 28 02 87
Website:www.crazy-bluelights.de

Heißer Sound à la Polizei

Stand: November 2018

Blaulicht im Konzertsaal? Kein Problem, von Ahrensfelde aus geht das!

Dort haben sich acht „Blaulichtfahrer“ um Hundefreund Hendrik Berner zusammengeschlossen, um in der Region und darüber hinaus für Stimmung zu sorgen. Was alle Mitglieder der „Crazy Bluelights“ verbindet ist, dass sie beruflich tatsächlich per Blaulicht unterwegs sind. Die meisten Musiker der ungewöhnlichen Gruppe sind Polizisten. Wer nicht für Sicherheit unterwegs ist, hat Erfahrung hinterm Steuer eines Krankenwagens.

Scharfer Schäferhund
Schlagzeuger Hendrik Berner stellt dabei sogar im Kreis der Ordnungshüter eine Besonderheit dar. Er ist als Hundeführer mit seinem speziell ausgebildeten Schäferhund immer dann gefragt, wenn besonders riskante Einsätze zu bewältigen sind. Da der Hund aber offenbar weniger leicht zu handhaben ist als „Kommissar Rex“ aus der TV-Serie, muss er erst mal selbst „hinter Gitter“ in den Zwinger, bevor es mit dem Interview losgehen kann. Dann aber zeigen die Musiker gerne, dass sie ohne weiteres so loschrammeln können, wie man es aus der Kultpolizei­serie „Kottan ermittelt“, kennt.

Schnell im Hochhaus
„Gerade im Bereich Mitte mit den vielen riesigen Bürogebäuden und Hochhäusern sind Hunde sehr hilfreich“, weiß Bassist Manfred Peiker.
Ihm ist es zu verdanken, dass es zu der ungewöhnlichen Combo überhaupt gekommen ist. Der heute 62-Jährige war bis zur kürzlichen Pensionierung im Abschnitt 32 eingesetzt. Diese Polizeiwache mit einer Belegschaft von weit über hundert Mitarbeitern ist für die Brennpunktregion um den Alexanderplatz in Berlin-Mitte zuständig.
Dort war „Manne“ regelmäßig damit betraut, ein tolles Programm für die Weihnachts­feier zusammenzustellen.
Schließlich hat er seit seiner Jugend, wo er in Waren/ Müritz Chorknabe war, trotz Karriere bei NVA und Polizei, die Leidenschaft für Musik immer hochgehalten. So gingen ihm sofort alle Ohren hoch, als er Wind davon bekam, dass sich in den Reihen der Ordnungshüter ein ungewöhnlicher Musiker befindet!

Musik und Dackel
Hendrik Berner kann tatsächlich auf eine breite Erfahrung verweisen: „Ich stamme aus Klingenthal, der Stadt im Vogtland, die durch die Instrumentenbau-Tradition sehr der Musik verbunden ist. Ich habe schon als Kind Schlagzeug gespielt, erhielt Unterricht in der Musikschule, lernte außerdem Keyboard. Ich war in Bands aktiv und als Allein­unterhalter gefragt. Als ich von meinem Ursprungsberuf Gas- und Wasserinstallateur zur Polizei wechselte, wurde ich dort gleich in deren Orchester aufgenommen“, blickt der 42-Jährige zurück.
Ebenso sensationell ist, was ihn auf den Hund brachte: „Bei uns in der Nähe hatte Sigmund Jähn, der erste Deutsche im Weltall, eine Dackelzucht. Daraus hatte ich meinen ersten Vierbeiner.“

Eisbeinessen als Bandwiege
Seit dem Zusammenfinden beim Eisbeinessen 2017 haben es der Ahrensfelder und sein Kollege aus Wartenberg in nur wenigen Monaten geschafft, eine mehr als ungewöhnliche Band zusammenzustellen. Mit dabei ist mit Sängerin Franziska Borowski eine weitere Ahrensfelderin. Die 36-Jährige teilt Wohnung und Leidenschaft für Musik mit Hundeführer Hendrik Berner und hat den gleichen Arbeitgeber. Weitere „Bluelights“ sind Gitarrist und Leadsänger Marco Schülke, Sängerin Kati Ponto, Gitarrist Andre Fikowski sowie neu Bianca Demschik an den Tasteninstrumenten. Für Technik und Logistik sind Thomas Ritter und Michael Reichelt im Einsatz.
Trotz der wenigen Monate in denen sie erst zusammen sind, haben sie sich bereits mit hochwertiger Ton- und Lichttechnik ausgestattet. „Wir können größere und kleinere Veranstaltungen abendfüllend mit bekannten Hits ausfüllen. Dafür bringen wir alles mit, brauchen aber eine Fläche von fünf mal acht Meter als Bühne“, beschreibt Initiator und Organisator „Manne“ Peiker, der mit seinen 62 Jahren begonnen hat, sich mit den Feinheiten vom E-Bass vertraut zu machen.

Drei Schichtpläne
Größtes Problem der Band ist es, gemeinsame Termine fürs Üben und für Auftritte zu finden. „Alle außer mir sind im Schichtdienst. Die Schwierigkeit ist, Zeiten für Proben und Auftritte zu finden, die bei allen klappen. Es geht um drei unterschiedliche Schichtpläne“, gibt Organisator „Manne“ Einblick in die Besonderheiten. Umso mehr hatten sich die „Bluelights” über die Einladung zu einem internationalen Festival im west­polnischen Koszalin gefreut. „Wir sollten dort mit anderen Bands auf dem Marktplatz spielen.“ Als das Festival verschoben wurde, konnten sie allerdings nicht mehr daran teilnehmen, der Dienstplan stand dem entgegen. Doch davon lassen sich Blaulichtmusiker aus Ahrensfelde und Umgebung nicht so ohne weiteres abschrecken: „Wir sind trotzdem hin und haben gespielt.“ Jetzt hoffen die musikfreudigen Ordnungshüter, dass sie im heimischen Ahrensfelde zeigen können, was in ihnen steckt!