Willkommen in Ahrensfelde
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Bericht über: Motorsportclub Ahrensfelde e.V.

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Motorsportclub Ahrensfelde e.V.
Stephan Bergner
Telefon:0 30/93 02 62 66
E-Mail:kontakt@mc-ahrensfelde.de
Website:www.mc-ahrensfelde.de
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Sportliches Treiben

Stand: November 2025

Bei Motorsport stellt man sich viel PS, poliertes Chrom und kräftige Männer vor. Ein Ahrensfelder Verein spielt nun mit der ungewöhnlichen Idee, ob nicht ein Teil der Mitglieder die Lederjacke gegen Sportleggings tauschen möchte.

Dabei läuft beim „Motorsportclub Ahrensfelde e.V.“ seit 62 Jahren alles recht gut. Die Mitgliederzahlen sind mit 70 Aktiven im grünen Bereich, von Jung bis Alt ist alles dabei. Man versteht sich hervorragend und zum 650-jährigen Jubiläum von Ahrensfelde war der Verein mit voller PS-Kraft am Start.
Man sieht es vielleicht nicht sofort, doch der Verein ist sehr auf Zusammenhalt, Geselligkeit und familiäre Werte bedacht. „Wir wollen nicht nur, dass sich Mann und Maschine wohlfühlen, sondern ebenso, dass Frau und Kind dabei sein können. So kam die Idee auf, in Zusammenarbeit mit dem ‚TSV Lindenberg‘ eine Tanz-Fitness-Gruppe für Frauen ins Leben zu rufen“, beschreibt der Vorsitzende Stephan Bergner. „Ganz ausgearbeitet ist das Konzept allerdings noch nicht. Das war bis jetzt nur eine Idee und wir arbeiten aktuell daran, wie man das am besten umsetzen könnte“, rudert er etwas zurück.

Beginn auf zwei Rädern
1962 tat sich die Ahrensfelder Jugend zusammen, um einen Motorsportclub zu gründen, der ein Jahr später mit 25 Mitgliedern ins Leben gerufen wurde. Der damalige Fuhrpark bestand in überwiegendem Maße aus „Simson“-Maschinen, dem „AWO“ mit Viertaktmotor sowie „JAWA“-Motorrädern aus der Tschechoslowakei. Noch im selben Jahr erhielten sie von der Gemeinde Ahrensfelde das heutige Klubhaus, das seitdem mit viel Liebe und Schweiß immer weiter ausgebaut und renoviert wurde. „Zuletzt konnten wir den Sanitärbereich erneuern, mit tatkräftiger Unterstützung der Gemeinde“, freut sich der Schatzmeister Rainer Stehr.
Kernthema seit jeher ist alles rund um motorisierte Fahrzeuge. Dazu treffen sich die Mitglieder jeden Mittwoch im Klubhaus zum Quatschen und Fachsimpeln. „Bei uns gibt es keine Anwesenheitspflicht. Jeder kann kommen, wie er Zeit hat. Sollte es mal nicht passen, ist das genauso gut“, erläutert er.

Einfach mal vorbeikommen
„Mit dem Satz ‚Komm doch einfach mal mit.‘ hat es bei mir damals angefangen“, blickt Rainer Stehr zurück. Er ist nun seit 1971 dabei und hat inzwischen ein Jahrzehnt lang den Posten als Schatzmeister inne. Er ist heute Rentner und leitete über 30 Jahre sein eigenes Fuhrunternehmen, hatte also schon beruflich viel mit Motor und Maschine zu tun. „Jetzt habe ich mir meinen Kindheitstraum in Form eines ‚BMW K 1600 GT‘-Motorrades erfüllt“, ist er sichtlich stolz. Zusammen mit seinem Sohn Bodo Stehr ist er an der Planung und Umsetzung der verschiedenen Vorhaben des Vereins maßgeblich beteiligt.

Bunt durchs Jahr
„Ein fester Bestandteil sind unsere Rallyes. Das sind Orientierungsfahrten ähnlich einer Schnitzeljagd, wobei Hinweise gesucht und Aufgaben gelöst werden müssen, um so das Ziel zu erreichen“, erklärt Bodo Stehr, der bereits seit seinem zehnten Lebensjahr im Verein ist und eine „Triumph Rocket III“ sein Eigen nennt.
Weitere Aktivitäten sind verschiedene Ausflüge. So ging es 2025 etwa zum „Schiffshebewerk Niederfinow“ und zu einem DDR-Museum in Löwenberger Land. Dabei wird in der Regel in zwei Gruppen gefahren, eine für Motorräder und eine für Pkws. „An der Spitze übernimmt jeweils ein Fahrzeug die Führung. Eine Herausforderung ist es manchmal, wenn zu viele in einer Gruppe sind. Dann ist es für die hinteren schwierig, auf Kurs zu bleiben“, gibt Bodo Stehr Einblick.
In den vergangenen Jahren sorgten Kartsport, die Sommer- und Jahres-Cups sowie spezielle Rallyes zu Karneval, für Damen oder mit dem Fahrrad für Abwechslung im Vereinsalltag. Die offenen Vereinsveranstaltungen sind seit Jahren feste Bestandteile des Gemeindelebens. So bringen etwa das traditionelle Hoffest Ende August oder das kultige Weihnachtsfeuer am 25. Dezember Mitglieder, Freunde und Nachbarn zusammen. Überdies wird eine enge Zusammenarbeit mit anderen Vereinen gepflegt.

„Bescheid“ wissen
Regelmäßige offene Verkehrsteilnehmerschulungen in Verbindung mit gebietserfahrenen Anwälten und Fahrschulen halten das nötige Wissen für das korrekte Verhalten auf der Straße unter den Mitgliedern stets hoch.

Fahrzeuglos im Klub
Neben zweirädrigen Feuerstühlen findet man hier heute ebenso verschiedene Gefährte auf vier Rädern, etwa von Enthusiasten mit einer großen Leidenschaft für Fahrzeuge aus dem Ostblock.
„Wir haben aber ebenso Mitglieder, die über keinen oder noch keinen fahrbaren Untersatz verfügen. Manche teilen einfach nur das Interesse oder holen sich Erfahrungen und Eindrücke für die erste eigene Anschaffung. Gerade, wenn es um Motorräder oder historische Autos geht, gibt es die unterschiedlichsten Meinungen und Ansichten“, weiß der Vorsitzende.

Kinder geben Gas
Schon früh wird die junge Generation an motorisierte Fahrzeuge herangeführt. Ein wichtiger Baustein dazu ist der mehrmals im Jahr stattfindende Rundparcours. „Hierfür wird ein Gelände abgesteckt und mit unseren Quads können Kinder ab zehn Jahren selbst mal richtig Gas geben. Dies erfreut sich enormer Beliebtheit. Hin und wieder werden wir dafür sogar für Veranstaltungen gebucht. Da haben die Kleinen immer eine Menge Spaß“, gibt Bodo Stehr die gute Laune wieder. Als Feuerwehrmann hat er eine direkte Leitung zu den Floriansjüngern. Hier engagiert sich der Verein mit den Quads bei deren Kinder- und Jugendabteilungen, wie etwa im Ausbildungslager.
Somit sorgen die Ahrensfelder Motorbegeisterten mit Tradition und Engagement für Fahrspaß in der ganzen Gemeinde. Und wer weiß, vielleicht sieht man sie bald statt auf zwei Rädern auf zwei Beinen in Ahrensfelde umherflitzen.

Erstellt: 2025